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Offener Brief zur Situation der geflüchteten und zugewanderten Schülerinnen und Schüler in Köln Mülheim


Runder Tisch Flüchtlinge und Einwanderer Köln-Mülheim

04.Oktober 2016


In den Sozialraumgebieten Buchheim, Buchforst, Mülheim-Nord und Keupstraße und in den angrenzenden Stadtteilen leben über 1000 geflüchtete Menschen. Unter  diesen Personen sind viele im schulpflichtigen Alter. Im Monat September 2016 werden über 60 von ihnen nicht beschult. Schule bedeutet für diese Kinder die Chance auf Bildung und Integration. Es dauert zum Teil mehrere Monate, bis ein Kind oder Jugendlicher einen Schulplatz bekommt. Damit wird die Schulpflicht von Seiten der Kommune nicht eingelöst. Bis dahin ist er / sie von formaler Bildung ausgeschlossen.


Diese Situation ist untragbar und nicht akzeptabel. Es ist eine Verletzung der Schulpflicht. Daher besteht dringend Handlungs- und Verbesserungsbedarf.


Viele geflüchtete und zugewanderte Kinder werden in Köln in Vorbereitungsklassen auf den Besuch der Regelklassen in den Schulen vorbereitet. Der Runde Tisch Flüchtlinge und Einwanderer Köln Mülheim schätzt die Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer durch das Kommunale Integrationszentrum, denn es verstärkt die fachliche Kompetenz an den Schulen. Mit Hilfe der Kirchen, Sportverbände und durch Initiativen und private Unterstützer können Angebote auch außerhalb der Schulen finanziert und organisiert werden.


Nach Einschätzung der Schulen in Köln-Mülheim ist ein großer Teil der Kinder hoch motiviert und lernt schnell. Viele Kinder tun sich aber auch schwer, weil sie in den letzten Jahren kaum zur Schule gehen konnten und sie ihre Erfahrungen von Krieg und Flucht versuchen zu verarbeiten.


Um die Kräfte und Ressourcen aller Beteiligten zu bündeln und effektiv einzusetzen wären folgende Maßnahmen hilfreich:


Die Zuweisung der Kinder an die Schule muss begleitet werden von Informationen über die Herkunft, den kulturellen Hintergrund, die Sprachen, den Bildungsweg, den Bildungsstand der Eltern, aber auch über Einschränkungen und Behinderungen. Diese Informationen werden vom Kommunalen Integrationszentrum erhoben und liegen damit vor. Wichtig ist auch die Angabe eines deutschsprachigen Ansprechpartners, eines Verwandten, eines Freundes oder ehrenamtlichen Paten.


Die Lehrerinnen und Lehrer müssen in ihrer Arbeit mit oft traumatisierten Kindern durch qualifizierte Fortbildungen und durch die Arbeit von Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen sowie Psychologen und Psychologinnen unterstützt werden. Hierzu müssen für alle Lehrkräfte einer Schule Fortbildungen angeboten werden, da die Kinder nach spätestens zwei Jahren in eine Regelklasse gehen werden. 


Eine optimale Integration ist nur in Regelklassen mit angemessener Größe möglich. Die Arbeit der ehrenamtlich Engagierten muss wertschätzend durch die Kommune in Form von Weiterqualifizierung, Anerkennung und Austausch begleitet werden.


Die Schulen müssen auch außerhalb der Unterrichtszeiten im Nachmittagsbereich ein erweitertes Bildungsangebot bereithalten können, da die Kinder in den Unterkünften nur eine unzureichende Betreuung und Förderung erhalten können.


Die Situation der geflüchteten und zugewanderten Schülerinnen und Schüler ist in Anbetracht der Gesamtsituation sehr angespannt. Bei allen positiven Ansätzen zur Beschulung von geflüchteten und zugewanderten Kindern und Jugendlichen zeigt sich deutlich, dass es an Ressourcen und an Personal mangelt.


Es besteht erheblicher Verbesserungsbedarf in der Abstimmung und im Schnittstellenmanagement der zuständigen Institutionen und Träger. Die strukturellen Herausforderungen im Bereich Schule in Köln stellen eine zusätzliche Belastung für die Geflüchteten dar.


Wir fordern, dass die Stadt Köln dem Grundrecht auf Bildung, jedem Kind umgehend einen Schulplatz zur Verfügung zu stellen, nachkommt.


Wir fordern die Bereitstellung von nötigen Lehrer- und Unterrichtsstunden in den Schulen.


Wir fordern, dass alle schulpflichtigen Personen in Köln-Mülheim spätestens nach den
Herbstferien einen Schulplatz angeboten bekommen.


Kontakt:
Runder Tisch Flüchtlinge und Einwanderer Köln Mülheim
Maria Fichte
Sozialraumkoordination Mülheim-Nord Keupstraße
CSH Köln e.V.
Knauffstr. 1
51063 Köln
Telefon: 0221 6470946
email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Christliche Sozialhilfe Köln e.V.

  •  Knauffstr. 1
    51063 Köln
  •  +49 (0221) 6470 946
  •  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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